Körperschmuck und
Piercing

Heutzutage gibt es eine Menge gut ausgestatteter Piercing-Shops, die Sie in den meisten Fällen für "Standard-Piercings" gut beraten können und die Piercings fachgerecht durchzuführen im Stande sind. Für "Standard-Piercings" ist es sicher nicht notwendig, eine ärztliche Ordination aufzusuchen.
 

Anders ist die Durchführung von Piercings an "besonderen Stellen" und an der Brust zu bewerten, wobei hier die genaue Kenntnis der Anatomie und damit auch der Gefäß- und Nervenversorgung in Hinblick auf die Langzeitzufriedenheit und hinsichtlich der Vermeidung von Spätschäden (Stichwort: Stillen!) unumgänglich ist!

Was ist ein "Piercing" ? Arzt oder Piercer ??? - Am besten BEIDES !!!

Welche Arten von Piercing gibt es ?

Was können Sie in meiner Ordination erwarten ?
Tut es weh ? Ab welchem Alter ist ein Piercing möglich ?
Welches Material wird verwendet ? Was kostet ein Piercing ?

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Was ist ein "Piercing" ?

Piercing kommt von dem englischen Wort "to pierce", was soviel wie "Stechen" bedeutet. Man versteht darunter heute im allgemeinen das Setzen eines Schmuckstückes (meist Ringe oder kleine Stäbe, die durch kleine Kügelchen gesichert werden) an speziellen Körperstellen. Diese seit einigen Jahren sich immer größerer Beliebtheit erfreuende Art des Körperschmuckes hat von anfänglich einigen wenigen "Freaks" auf die meist junge, modebewußte Bevölkerung übergegriffen und wird immer häufiger auch in ärztlichen Praxen nachgefragt.

 

 

Welche Arten von Piercing gibt es ?

Prinzipiell kann ein Piercing beinahe an jeder Stelle des Körpers gesetzt werden - als "Standards" haben sich aber folgende Piercings etabliert:

Augenbraue
Ohr
Nase
Nabelpiercing
Lippe
Zunge

Neben diesen Standardpiercings, die Sie in jedem gut eingeführten Piercing-Studio bekommen können, stellen spezielle Piercings (Intim- und Brustpiercings) größere Anforderungen an den Behandler, um eine hohe Zufriedenheit sicherzustellen und Spätkomplikationen zu vermeiden!

 

 

Tut es weh ?

Die Entscheidung zu einem Piercing kann aus verschiedenen Motivationen heraus getroffen werden - steht der rein ästhetische Aspekt im Vordergrund, kann Ihnen in einer ärztlichen Praxis auf Wunsch aufgrund der Erfahrung des durchführenden Arztes in den Methoden der Schmerzausschaltung (Lokalanästhesie) ein völlig schmerzloses Piercing auch an ansonsten sehr empfindlichen Körperstellen angeboten werden.

 

 

Welches Material wird verwendet ?

Ich verwende in meiner Praxis nur ausgesuchtes Material anerkannter Hersteller, welches ausschließlich aus Titan oder "Chirurgenstahl" (nickelarmer, hoch-inerter Stahl)  gefertigt ist. Oft möchte man das "Erstpiercing" auch gleich als permanenten Schmuck behalten - dann ist Titan sicher die beste Wahl. 

Die Anpassung des beim Piercing verwendeten Materials sollte der durchführende Arzt/Piercer vornehmen (!)- es empfiehlt sich NICHT, schon vorher ein Schmuckstück zu kaufen und zum Piercing mitzubringen! Die Art und Größe sowie der Durchmesser des verwendeten "Erstpiercings" sind maßgeblich für die gute Abheilung und den Erfolg des Piercings verantwortlich. Wundheilungsstörungen und Entzündungen sind oft die Folge eines unsachgemäß gewählten, unpassenden Piercing-Schmuckstückes !

Zusammen in einem eingehenden Gespräch entscheiden wir uns gemeinsam für ein bestimmtes "Provisorium" oder bereits permanentes Schmuckstück, das dann in Form und Größe genau der zu schmückenden Region angepaßt wird. Nach der Abheilung können Sie dann jedes von Ihnen gewünschte Schmuckstück einsetzen!

 

 

Arzt oder Piercer ??? - Am besten BEIDES !!!

Piercing ist Vertrauenssache. Wesentlich ist, daß die durchführende Person über eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung verfügt und sowohl hohe persönliche als auch hygienische Sorgfalt sichergestellt ist - dies gilt in gleichem Maße für Ärzte als auch nicht-ärztliche Piercer.

Als täglich operativ tätiger Frauenarzt kann ich auf eine große Routine bei chirurgischen Eingriffen verweisen und verfüge als Arzt über eine genaue Kenntnis des genauen Aufbaues der zu schmückenden Regionen (Anatomie), ihrer Blutversorgung (Gefahr einer Nachblutung) und ihrer Versorgung mit sensiblen Nerven, die es beim Eingriff zu schonen gilt (postoperative Schmerzen). Darüberhinaus ist es mir möglich, durch lokale Betäubung (Lokalanästhesie) auf Ihren Wunsch ein schmerzloses Piercing sicherzustellen. Eventuell auftretende verzögerte Wundheilungen können entsprechend den medizinischen Richtlinien therapiert werden.

Körperschmuck und Piercing sind aber natürlich kein allgemeiner Bestandteil ärztlicher Ausbildung, sodaß nicht allgemein davon ausgegangen werden darf, daß diese Methoden ausschließlich oder besser von Ärzten ausgeführt werden sollten.

Standardpiercings können, wie oben ausgeführt, sicher genauso gut von gut eingeführten Piercing-Studios durchgeführt werden. Auch hinsichtlich der späteren Schmuckvariationen nach Abheilung der Wunde und damit der Möglichkeit, anstatt des Erstpiercings auf modische Folgepiercings zu wechseln, findet sich in Piercingstudios eine große Auswahl und gute Beratung.

Um ein korrektes Piercing zu setzen - egal von Arzt oder Piercer - ist eine Reihe von "Tips und Tricks" zu beachten, die verschiedenen Materialen und ihre Verarbeitung zu kennen sowie eine korrekte Auswahl hinsichtlich Größe und Typ des "Provisoriums" bzw. des endgültigen Schmuckstückes zu treffen. Diese Kenntnisse werden in Deutschland in einigen wenigen "Piercing-Schulen" gelehrt, die mit einem Zertifikat abschließen und damit in Deutschland offiziell die Berechtigung zum Durchführen eines Piercings verleihen.

Aufgrund dieser Ausbildung und Zertifizierung können Sie bei mir ein piercing-technisch korrektes Arbeiten und ein entsprechendes Piercing-Know-How erwarten!

 

 

Sie dürfen also davon ausgehen, daß Sie in meiner Ordination  ...

  • die exakten ärztlichen Kenntnisse eines operativ tätigen Facharztes
  • die speziell zum Piercen notwendige Spezialausbildung in einer anerkannten, deutschen Körperschmuck-Schule 
  • einen hohen hygienischen Standard einer fachärztlichen Praxis mit der Sicherheit "sauberen Arbeitens" und korrekter Sterilisation der Instrumente
  • die notwendige Beratung und genaue Information bezüglich des von Ihnen gewünschten Körperschmuckes und der Nachsorge
  • nur hochwertiges Material (Chirurgenstahl oder Titan) für ihr "provisorisches" oder permanentes Schuckstück

... erwarten können. 

 

 

Ab welchem Alter ist ein Piercing möglich ?

Normalerweise führe ich Piercings erst ab dem 16. Geburtstag durch (Abschluß des 16. Lebensjahres). Mädchen von 16 bis 18 Jahren brauchen eine schriftliche Einverständniserklärung eines Elternteiles (ein Vordruck mit Info-Blatt für die Eltern ist in meiner Ordination erhältlich und wird beim Erstgespräch mitgegeben) bzw. kann auch auf Wunsch ein Elternteil beim Eingriff dabei sein. 

In Ausnahmefällen (z.B. nur höhere Stiche an Ohr, Nase, ...) kann auch vor dem 16. Geburtstag gestochen werden, dann muß allerdings ein Elternteil zumindest in der Ordination bei mir anwesend sein. 

Ab 18 Jahre benötige ich nur mehr die Unterschrift von Ihnen selbst, daß Sie in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch über Ihr gewünschtes Piercing beraten wurde und auf mögliche Komplikationen hingewiesen wurden. Deshalb ist in meiner Ordination vor jedem Piercing ein eingehendes Aufklärungsgespräch obligat - das Piercing kann dann sofort im Anschluß oder nach einer "Bedenkzeit" Ihrerseits erfolgen. 

 

 

Was kostet ein Piercing ?

Die Preise für ein Piercing setzen sich aus ...

zusammen. Eine "Kontrollvorstellung" zum Sicherstellen eines guten Heilungsverlaufes ist - wenn von Ihnen gewünscht - im Preis inkludiert.

Daher können Sie je nach Piercing stark variieren - natürlich sind die Kosten bei entsprechendem Zeitbedarf in einer Facharztordination höher anzusetzen als in einem Piercing-Studio. 

Bitte informieren Sie sich telefonisch oder persönlich bei mir ! Ich gebe Ihnen gerne über die zu erwartenden Kosten Auskunft.